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Nanotechnologie an der FH Giessen-Friedberg - Überblick

KOMPETENZZENTRUM Nanotechnik und Photonik

Koordinator: Prof. Dr. U. Ricklefs
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Die Fachhochschule Giessen-Friedberg hat, wie auch einige Fachbereiche, die Nanotechnologie in ihre Zielvereinbarungen aufgenommen. In Gießen gibt es in den Fachbereichen "Elektro- und Informationstechnik" (EI), "Krankenhaus- und Medizintechnik, Umwelt- und Biotechnologie" (KMUB) und "Maschinenbau, Mikrotechnik, Energie- und Wärmetechnik" (MMEW) und in Friedberg in den Fachbereichen "Informationstechnik - Elektrotechnik - Mechatronik" (IEM) und "Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung" (MND) Anknüpfungspunkte an die Nanotechnologie.

Im Fachbereich EI ist eine Vorlesung zur Nanoelektronik bei der Einführung der Bachelor-Studiengänge geplant. Vorlesungen zur Mikroelektronik, Höchstfrequenztechnik, Optische Nachrichtentechnik und Photonic gehören bereits zum Curriculum. In aktuellen Forschungsarbeiten werden im Rahmen einer internationalen Gruppe Simulationsmodelle für nanostrukturierte elektronische Bauteile entwickelt. Im Rahmen der Förderung durch das Nanonetzwerk Hessen ist die Entwicklung und Fertigung von nanostrukturierten Schaltungen geplant. Hier ist die Weiterführung von Forschungsaktivitäten mit der Universität Marburg auf dem Gebiet der neuronalen Netze geplant. In einem gemeinsamen Projekt mit der Universität Kassel und einem mittelständischen Betrieb aus dem Lahndillkreis werden derzeit Schaltungen entwickelt, die zwischen der Nano- und Mikrotechnologie angesiedelt sind. In Kooperation mit der Fachhochschule Darmstadt wurden Methoden zur Vermessung von schwingenden Oberflächen bei Bewegungen im Submikrometerbereich entwickelt, die voraussichtlich in industrielle Geräte integriert werden können.

Im Bereich MMEW gibt es Vorlesungen zur Mikrostrukturtechnik, in denen zunehmend Themen der Nanotechnologie an Bedeutung gewinnen. Auch in der Antriebstechnik und in den Materialwissenschaften muss die Nanotechnologie beachtet werden. Aktuell werden in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Universität Danzig die Eigenschaften von Gleitmitteln unter Zusatz von Nanopartikeln untersucht (Abb. 3). Untersuchungen in den Materialwissenschaften unter dem Elektronenmikroskop gehören seit Langem zu den Standarduntersuchungen.

Die Mikrosystemtechnik im Bereich des Dualen Studiums soll neuen Techniken und Technologien den Förderfirmen zugänglich machen. Besonders vorteilhaft für die Studenten ist dabei, dass einige Firmen bereits seit längerer Zeit auf diesem Gebiet tätig sind und die Studenten in diese Technologien einführen.

Im Fachbereich IEM hat die Optische Nachrichtentechnik einen engen Bezug zur Nanotechnologie. In enger Kooperation mit der Industrie werden seit vielen Jahren faseroptische Komponenten untersucht. In vielen Anwendungsfällen der Sensorik spielen dabei Beschichtungen im nm-Bereich eine große Rolle. Fasern mit photonischen Strukturen werden insbesondere in Kooperation mit der Universität Sydney untersucht.

Im Fachbereich MND werden im Bereich der Lasertechnik und den Materialwissenschaften mehrere Vorlesungen mit Bezug auf die Nanotechnologie angeboten. Auslegung, Aufbau und Test Beschichtungsanlagen spielen in Projekten mit der Industrie eine besondere Rolle. Zur Optimierung der Prozess-Parameter können die Schichten mit einem REM analysiert werden.

Im Bereich KMUB werden Module zur Bioanalytic, Molekularen Biotechnologie, Mikrobiologie, Biochemie und Bioverfahrenstechnik angeboten, in denen Aspekte der Nanotechnologie eine bedeutende Rolle spielen. In das Institut für Biopharmazeutische Technologie, das zum Fachbereich KMUB gehört, sind drei Forschungsgruppen mit insgesamt 18 Personen integriert. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Membran- und Zellkulturmodelle zur Bewertung von Drug Delivery Systemen. Hierzu wurden zahlreiche Projekte mit engem Bezug zur Nanotechnologie durchgeführt.

 

 

 
 
(C) FH Gießen-Friedberg 2005